
WAS IN DER ZEITUNG STEHT |
Kreativer Eismann mit schrägen Ideen ...dabei gab es nicht nur ein großes Eis "für lau", sondern auch eine wirklich außergewöhnliche, kurzweilige Unterhaltungsshow von Skotty, dem Eismann. Ein Dankeschön für das treue Kabarett-Publikum sollte es werden. Zum Ende der Saison hatte Flottmann mit einem sommerleichten Programm den bisher verabreichten Kulturleckerchen die Sahnehaube aufsetzen wollen. ...denn was Skotty alias Christoph Kott zu bieten hatte, war deutlich besser als der Comedy-Durchschnitt. Mit blau-gelbem Eiswagen radelt Skotty auf die Bühne. Mit der linken lenkt er sein Privatunternehmen, in der rechten Hand hält er "Dachma", seine heißgeliebte Trompete. Dann erzählt Skotty vom Leben vor und nach Dagmar und von seinem ersten Auftritt als professioneller Toiletten-Trompeter bei der Weihnachtsfeier des Estrichlegerverbandes Ost-Westfalen-Lippe. Skotty war halt schon immer kreativ. Dass Städte wie Bottrop "lutschfreie Zone" sind und man um so mehr Amarenabecher los wird, je höher die Hochhäuser der Siedlung sind, in der er seine Runden dreht, weiß er schon lange. Doch nicht nur das Eisgeschäft beherrscht Skotty mittlerweile perfekt, auch verwendet er schon lange nicht mehr Kater Uwes Kuscheldecke als Trompeten-Dämpfer. Skottys Pate-, Sportschau- oder Sehnsuchtsmelodien sind einfach gut gejazzt. Kein Wunder, immerhin spielte Christoph Kott eine komplette Tour mit Helge Schneider. An den erinnert auch hin und wieder der steife Gang, die Aussprache ("lecko") sowie manche sehr schräge Idee, wie beispielsweise "der größte Wunder-trompeter der Welt, der echte Stefan Mross", ein im Takt jaulender Hund mit Zylinder. Skotty spielte zwei Halbzeiten, jeweils 45 Minuten. Dabei bewies er völlig unverkrampft, wie man dem Comedy-Einerlei auch begegnen kann: 08.07.2004 |