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"Eisbecher garniert mit Witz und Musik"

Eismann Skotty im Brauhaus Bottich

Wenn der Eismann zweimal klingelt – und man ist gerade in Wulfen-Barkenberg und es ist schon spät – dann heißt er wahrscheinlich "Skotty". Mit seinen Talenten hat er selbst Helge Schneider überzeugt. Mit dem Blödelbarden war Trompeter Skotty auf Deutschland-Tournee.

Jetzt gastierte der Kirchhellener Entertainer im Brauhaus Bottich. Dass dieser Eisverkäufer anders ist als die anderen, das machte der Abend sehr schnell deutlich. Mit seinem Programm "Der Eismann kommt" füllte er volle zwei Stunden, irgendwo zwischen Vanillebecher Extralarge und Jazzcombo. Humorvolle Einblicke, die er immer wieder durch einen Griff zur Trompete auflockerte. Das kam an.

Sehr angenehm, dass Christoph Kott absolut nicht zu den üblichen Klamaukbarden gehört, die sich mit ihren Instrumenten mehr schlecht als recht durch den Abend quälen. Mit Improvisationen amerikanischer Standards und Eigenkompositionen ist Skotty, der etwa beim Potsdamer Jazzfestival auftrat, als Musiker ernst zu nehmen. Und wenn man streckenweise den Eindruck hatte, die Zuhörer seien etwas zu still, wurde er seinem Ruf als Entertainer doch gerecht. Er versteht's, auf komödiantischem und erst recht auf musikalischem Gebiet das Publikum zu begeistern.

Von der erotischen Aura eines kopulierenden Amarenabechers über Verbindungen zur italienischen Eismafia bis zu tiefen Einblicken in die Geschichte der eiskalten Leckerei ("Stracciatella ist ja auch nur der Versuch, deutsche Speisen nachzuahmen – sollte eigentlich Griebenschmalz werden") hat es Christoph Kott geschafft, einen anregend humoristischen Becher aus witzigen Anekdoten und musikalischen Einlagen zusammenzustellen.

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